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„Langfristige Zinsbindung schafft Sicherheit“

Für Immobilienkäufer und -besitzer sind Bauzinsen ein essenzielles Thema. Denn über die Jahre kann die richtige Zinsbindung mehrere Tausende Euro sparen. Wer solide planen will, sollte also über die aktuellen Tendenzen an den Zinsmärkten informiert sein. Andreas Fink, Geschäftsführer von Haus & Wohnen, spricht im Interview über die aktuelle Zinsentwicklung und darüber, wie Immobilienkäufer sich optimal absichern können.

Wiesbaden, 16.12.2015 - 

Herr Fink, erleben wir gerade ein Wende bei der Entwicklung der Bauzinsen?

Das Rekordtief ist zwar vorbeigezogen – seit Mitte April 2015 steigen die Bauzinsen wieder leicht. Dennoch bewegen sie sich weiterhin auf einem vergleichbar niedrigen Niveau. Zudem lassen die Maßnahmen der EZB erwarten, dass die Bauzinsen in absehbarer Zeit niedrig bleiben werden: Um das Wirtschaftswachstum im Euroraum zu fördern, hat sie neben der Senkung des Leitzinses auf 0,05 Prozent im September 2014 auch den Zinssatz, zu dem Banken ihr Geld bei der Zentralbank anlegen können, auf -0,3 Prozent festgelegt. Banken müssen also für die Verwahrung zahlen – und sollen so zu einer verstärkten Kreditvergabe an Privatkunden und Unternehmen angeregt werden.

Geht die Taktik auf?

Ob die Maßnahmen tatsächlich die gewünschte Wirkung zeigen und die Wirtschaft im Euroraum ankurbeln, bleibt abzusehen. Für Deutschland sind sie ohnehin nicht nötig, denn unsere Konjunktur ist gut. Natürlich freut sich die Regierung – denn sie kann dadurch den Bundeshaushalt billiger finanzieren. Für die Sparer bedeutet es allerdings, dass ihr Bankguthaben niedriger verzinst wird.

Aber Sie sprachen von niedrigen Bauzinsen…

Ja, der Traum vom Eigenheim ist tatsächlich günstig wie nie – obwohl die Immobilienpreise nicht nur in den Ballungsräumen steigen. Der Grund ist, dass zahlreiche Banken mit attraktiven Konditionen für die Baufinanzierung werben. Und vorerst stehen die Zeichen weiterhin auf Niedrigzins. Bei Abschluss einer Neufinanzierung sollten Immobilienkäufer aber gerade jetzt solide planen. Um sich gegen steigende Zinsen abzusichern, sollten Darlehensnehmer die aktuellen Zinsen langfristig festschreiben lassen – wir empfehlen eine Bindung von 15 Jahren – oder eine hohe Tilgung wählen. Natürlich können sie auch beides kombinieren.

Und wenn das Zinsniveau doch sinkt?

Bei einer Zinsfestschreibung von mehr als zehn Jahren bleiben Sie flexibel, da der Gesetzgeber in diesem Fall ein einseitiges Kündigungsrecht für den Verbraucher vorsieht, sobald die Vollauszahlung zehn Jahre zurückliegt. Somit besteht für den Darlehensnehmer dann die Möglichkeit, auf günstigere Zinskonditionen umzustellen.

Herr Fink, vielen Dank für das Gespräch.


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