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18.04.2025 Allgemein zurück

Bauen & Wohnen im Koalitionsvertrag – Was plant die neue Bundesregierung?


Mit dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung aus CDU und SPD rücken zentrale Fragen rund ums Bauen, Wohnen und Eigentum in den politischen Fokus. Angesichts stagnierender Neubautätigkeit, angespannter Märkte und hoher Baukosten setzt die Koalition klare Ziele – und verspricht Tempo bei der Umsetzung.

Wohnungsbauoffensive: 400.000 neue Einheiten jährlich
Das Hauptziel: 400.000 neue Wohnungen pro Jahr, davon 100.000 öffentlich geförderte Sozialwohnungen. Dieses Vorhaben soll mit einem „Wohnungsbau-Turbo“ angeschoben werden. Innerhalb der ersten 100 Tage will die Regierung einen Gesetzentwurf vorlegen, der Genehmigungsverfahren beschleunigt, technische Anforderungen vereinfacht und das Baugesetzbuch umfassend reformiert.

Die Strategie zielt darauf, Bauprozesse zu entbürokratisieren, Kommunen zu entlasten und Bauland zügiger nutzbar zu machen. Auch eine engere Zusammenarbeit mit Ländern, Kommunen und privaten Investoren ist vorgesehen.

Eigentumsförderung und KfW-Neuausrichtung
Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wohneigentum, insbesondere für Familien und Erstkäufer. Vorgesehen sind günstige Finanzierungsangebote, Eigenkapitalhilfen, staatliche Garantien und Änderungen bei der Grunderwerbsteuer. Eigentum wird dabei explizit als wichtiger Baustein der Altersvorsorge betont.

Zudem plant die Regierung eine grundlegende Neuausrichtung der Förderprogramme der KfW. Ziel ist es, diese schlanker und gezielter auf kostensparendes, klimagerechtes und serielles Bauen sowie Sanieren auszurichten. Die Reaktivierung des Förderstandards KfW 55 ist befristet geplant. So sollen Finanzierungskosten gesenkt und mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.

Mieterschutz & Bestandssicherung
Auch der Mieterschutz bleibt im Fokus: Modernisierungen sollen sozialverträglich gestaltet, Mieterhöhungen stärker begrenzt und das kommunale Vorkaufsrecht gestärkt werden. Damit will die Koalition bezahlbaren Wohnraum nicht nur schaffen, sondern auch langfristig erhalten.

Bewertung: Ambitionierte Richtung mit Umsetzungsvorbehalt
Der Koalitionsvertrag setzt klare Signale – insbesondere mit dem Wohnungsbauziel, der Gesetzesreform und der Neustrukturierung der Förderlandschaft. Doch in einem Umfeld mit hohen Zinsen, begrenzten Kapazitäten und Fachkräftemangel bleiben Zweifel, ob die ambitionierten Pläne im vorgesehenen Zeitrahmen umgesetzt werden können. Bürgschaften, KfW 55, übersichtliche und nachhaltige Förderprogramme sowie Freibeträge bei der Grunderwerbssteuer halten wir für die richtigen Maßnahmen. Die Themen Mieterschutz und Bestandssicherung sowie die Abschaffung der Spekulationsfrist im Bereich der Kapitalanlegerimmobilien verunsichern die Kapitalanleger und sehen wir daher sehr kritisch.

Für Tippgeberinnen und Tippgeber ergeben sich dennoch Chancen: Fördermittelberatung, Eigentumsaufbau und die Begleitung von Sanierungsvorhaben werden künftig noch stärker nachgefragt sein – ein guter Zeitpunkt, aktiv ins Gespräch mit Kundinnen und Kunden zu gehen.


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