CDU/CSU
Die Union setzt auf Deregulierung und Entlastung. Sie plant, das umstrittene Heizungsgesetz der vorherigen Regierung abzuschaffen und stattdessen eine verlässliche Förderung für klimaneutrale Heizungen einzuführen. Zudem sollen Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer eingeführt werden, um den Immobilienkauf, insbesondere für Familien, zu erleichtern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vereinfachung des Baurechts, um den Wohnungsbau zu beschleunigen.
SPD
Die Sozialdemokraten möchten die Mietpreisbremse unbefristet verlängern und die maximal zulässigen Mietsteigerungen in angespannten Wohnungsmärkten auf 6 Prozent innerhalb von drei Jahren begrenzen. Indexmietverträge sollen nur noch an die Entwicklung der Nettokaltmieten gekoppelt werden. Zudem plant die SPD, Kurzzeitvermietungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren, um dem Wohnraummangel in Ballungsgebieten entgegenzuwirken.
FDP
Die Freie Demokratische Partei setzt auf Bürokratieabbau im Baurecht und die Reduktion von Bauauflagen auf sinnvolle Mindeststandards, um Baukosten zu senken. Neue Flächen und digitale Verfahren sollen den Wohnungsbau beschleunigen.
Bündnis 90/Die Grünen
Die Grünen planen, bis 2030 rund 1,6 Millionen klimafreundliche Wohnungen zu schaffen. Sie setzen auf modulares und serielles Bauen sowie den Abbau von Bürokratie, um Kosten zu senken. Zudem fordern sie eine stärkere soziale Staffelung der Förderprogramme für Gebäudesanierungen und die Einführung eines Klimageldes, um Haushalte mit geringem Einkommen zu entlasten.
BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht)
Das neu gegründete Bündnis hat bisher keine spezifischen Pläne zur Immobilienpolitik veröffentlicht. Es bleibt abzuwarten, welche Positionen die Partei in diesem Bereich einnehmen wird.
Die unterschiedlichen Ansätze der Parteien zeigen, dass die Immobilienpolitik ein zentrales Thema im kommenden Wahlkampf ist. Je nach Wahlausgang könnten sich für Eigentümer, Mieter und Investoren erhebliche Veränderungen ergeben. Es ist daher wichtig, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und sich frühzeitig auf mögliche Neuerungen einzustellen.
